Innerer Blitzschutz

Rod Clamp

Blitzschutz gibts in 2 Varianten. Im Außenbereich und im Innenbereich. Der äußere Blitzschutz kann bei einem Blitzschlag Schäden an elektrischen Einrichtungen im Inneren des Gebäudes nicht verhindern. Ein Blitz ist in der Lage z.B. über elektrische Leitungen auch in das Innere von Gebäuden einzudringen und dort weitere Zerstörungen anzurichten. Der innere Blitzschutz wird auch Überspannungsschutz genannt. Dieser beruht auf dem Prinzip des Blitzschutz-Potentialausgleichs.

Der Überspannungsschutz wird in der Elektrolandschaft und direkt an empfindlichen Endgeräten montiert und mit dem Potentialausgleich verbunden. Hier einige Bespiele:

Installationen aus Metall

Äußere leitende Teile

Alle eingeführten leitfähigen Leitungssysteme (Wasser- und Gaszuleitungen etc.)

Einrichtungen der elektrischen Energie- und Informationstechnik, z.B. Telefon, TV-Geräte, Stereoanlagen, Computer

Kommt es ein Mal zum Blitzeinschlag, sorgt der Potentialausgleich für eine sichere Verteilung der Blitzenergie und schützt vor Funkenbildung.

Äußerer Blitzschutz

Rod to Clamp Verbindung

Der Blitzeinschlag kann ein Gebäude ohne Blitzschutz ernsthaft beschädigen. Die Energie eines Blitzes ist meistens recht gering. Da der Einschlag jedoch nur sehr kurz wirkt, können in getroffenen Anlagen sehr hohe Spannungen auftreten, die dazu führen, dass Drähte und Kabel schmelzen und Gegenstände so stark erhitzt werden, dass leicht entzündliche Stoffe in Brand geraten. Geht der Blitz z.B. über feuchte Wände, wird Wasserdampf gebildet, der bei einer Explosion das Dach oder Teile des Gebäudes zerstören kann.
Die Aufgabe des äußeren Blitzschutzes ist es, den Blitzstrom des einschlagenden Blitzes aufzufangen und in die Erde zu leiten, um Gebäudesubstanz und Personen zu schützen und so funktioniert es —>>>

Die Fangeinrichtung

Die Fangeinrichtung wird auf dem Dach des Gebäudes montiert. Sie besteht aus Fangstangen und maschenförmig verlegten Fangleitungen. Das Material ist witterungsbeständig und hat eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit. Der Leitungsdurchmesser muss so gewählt werden, dass der Blitzstrom das Material nicht zum Schmelzen bringt. Stellen auf dem Dach, die für einen direkten Blitzschlag in Frage kommen (z.B. Schornsteine, Antennenmasten, Lüftungsrohre, Lichtkuppeln) werden mit Fangstangen versehen, die auf kurzem Weg mit der Ableitungsanlage verbunden sind. Zur konkreten Planung der Fangeinrichtung gibt es 3 Methoden: die Blitzkugelmethode, die Schutzwinkelmethode und die Maschenmethode.

Ableitungen

Die Ableitungen geben die eingefangene Blitzenergie durch die Fangeinrichtung an die Erdungsanlage. Die Ableitungseinrichtung leitet den Blitzstrom auf kurzem Weg zur Erdungsanlage.

Erdungsanlage

Der Blitzstrom gelangt von den Fangeinrichtungen über die Ableitungen  zur Erdungsanlage.
 Die Erdungsanlage überträgt den Blitzstrom in die Erde und so wird die Energie absorbiert.

Äußerer Blitzschutz und innerer Blitzschutz

Erdungsband Blitzableiter Erdband Blitzschutz Bandeisen

Allgemein bezeichnet der Begriff Blitzschutz sämtliche Vorkehrungen gegen schädliche Auswirkungen von Blitzeinschlägen – für Personen und Bauten. In unseren Leistungsbereich fällt das komplette Blitzschutzsystem für bauliche Anlagen, welches aus einem äußeren und einem inneren Blitzschutz (Überspannungsschutz) besteht. Hinzu kommen noch die Kabelkanäle.

Die Erdung

Blitzschutzklemmen fuer Blitzableiter

Spannungen können Personen- und Anlagenschäden verursachen. Daher ist die Erdung von großer Bedeutung , um bei elektrischen Anlagen, Blitzschutzanlagen und Geräten bei Auftreten eines Fehlers oder Blitzes, Personen und Tiere vor gefährlich hohen Berührungsspannungen zu wahren. Die Blitzschutzerdung soll den Blitzstrom sicher in die Erde abführen, um Gebäude zu schützen. Die Funktionserdung dient dazu, elektrische Einrichtungen sicher zu betreiben. Mit der Funktionserdung sollen Störströme sicher abgeleitet und elektrische Störeinkopplungen vermieden werden. Vielfach werden Erdungen auch kombiniert und miteinander vermascht. Es gibt Veschiedene Arten von Erder, diese können auch miteinander kombiniert werden. Oberflächenerder wagerecht verlegt unterhalb, oder in der Sauberkeitschicht bei Neubauten. Tiefenerder die Senkrecht bis zu einer empfohlenen länge von 9m eingetrieben werden. Fundamenterder ist eine Sonderform des Oberflächenerdes der innerhalb des Fundamentes eingebaut wird.

Blitzschutz

Elemente und Klemmen wie Kupferdrähte und Kupferleitungen für Erdungssysteme um ein Gebäude vor Blitzschlägen zu schützen

Blitzeinschläge können Schäden verursachen. Im ungünstigen Fall gehen ganze Gebäude durch Blitzschlag in Flammen auf und gefährden
Betriebe und Wohneinheiten in ihrer Existenz. Überspannungen, die nicht abgeleitet werden, können die gesamte EDV und Elektrogeräte beschädigen und bei fatalen Schäden ist der Betrieb
nicht mehr handlungsfähig. Bevor es zu solch einem Schaden kommt, kann ein Blitzschutzsystem schützen.

Dieses System besteht aus fünf Komponenten:

Erdungsanlage,

Ableitungen, 

Fangeinrichtung,

Blitzschutz-Potential-Ausgleich

Überspannungsschutz. 

Die Erdungsanlage dient als Schutzerdung für die elektrische Sicherheit und kann bei Installation eines Blitzschutzsystems auch als Funktionserder genutzt werden, wenn die Erdungsanlage entsprechend dimensioniert wird.

Der Blitzstrom wird bei einem Blitzeinschlag definiert über die Erdungsanlage in die Erde abgeführt.

Bei Neubauten ist ein Fundamenterder nach DIN 18014:2013-04 Pflicht. 

Bei der Nachrüstung eines Blitzschutzsystems an einem bestehenden Gebäude werden

Einzelerder (Tiefenerder) mit einem Potentialausgleich in Erdnähe oder ein Ringerder mit einer Verlegetiefe von mindestens 80 Zentimeter eingesetzt.

Die Ableitungen stellen die Verbindung zwischen Fangeinrichtung und Erdungsanlage her. Dies können Drähte oder Bänder auf Putz oder hinter der Fassade, aber auch natürliche Bestandteile, wie Metallfassaden oder Stahlkonstruktionen, sein.